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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß
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Johann Wolfgang von Goethe

Mit einem gemalten Band

Kleine Blumen, kleine Blätter
Streuen mir mit leichter Hand
Gute junge Frühlings-Götter
Tändelnd auf ein luftig Band.
5 Zephyr, nimm's auf deine Flügel,
Schling's um meiner Liebsten Kleid;
Und so tritt sie vor den Spiegel
All in ihrer Munterkeit,
Sieht mit Rosen sich umgeben,
10 Selbst wie eine Rose jung.
Einen Blick, geliebtes Leben,
Und ich bin belohnt genung.
Fühle was dies Herz empfindet,
Reiche frei mir deine Hand,
15 Und das Band, das uns verbindet,
Sei kein schwaches Rosen-Band!





Entstehungsjahr: vor 1776
Erscheinungsjahr: 1789
Fassung: Späte
Aus: Vermischte Gedichte / Erste Sammlung
Referenzausgabe:
Karl Eibl: Johann Wolfgang Goethe. Sämtliche Werke, Briefe, Tagebücher und Gespräche, Bd. 1. Deutscher Klassiker-Verlag: 1987, S. 289.
Bemerkungen
Späte Fassung von »[Kleine Blumen, kleine Blätter]« und »Zu einem gemalten Band«
Andere Fassungen in der Freiburger Anthologie:
Frühe Fassung: [Kleine Blumen, Kleine Blätter] , entstanden vor 1775
Mittlere Fassung: Zu einem gemalten Band , entstanden vor 1775

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.