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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Julius Sturm

Der Bauer und sein Kind

Der Bauer steht vor seinem Feld
Und zieht die Stirne kraus in Falten:
»Ich hab' den Acker wohl bestellt
Auf reine Aussaat streng gehalten;
5 Nun seh' mir Eins das Unkraut an!
Das hat der böse Feind gethan.«
Da kommt sein Knabe hoch beglückt,
Mit bunten Blüthen reich beladen;
Im Felde hat er sie gepflückt,
10 Kornblumen sind es, Mohn und Raden,
Er jauchzt: »Sieh, Vater, nur die Pracht!
Die hat der liebe Gott gemacht.«





Entstehungsjahr: 1821-1850
Erscheinungsjahr: ?
Aus: Erstes Buch
Referenzausgabe:
Ohne Herausgeber: Gedichte von Julius Sturm. Brockhaus, Leipzig: 1850, S. 48.
Bemerkungen
Das Entstehungsdatum des Textes ist mangels weiterer Informationen an den Lebensdaten des Autors angelehnt.

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.