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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Gotthold Ephraim Lessing

Die Sinngedichte an den Leser

Wer wird nicht einen Klopstock loben?
Doch lesen sollt ihn jeder? Nein.
Wir wollen weniger erhoben,
Und fleißiger gelesen sein.





Entstehungsjahr: vor 1755
Erscheinungsjahr: 1771
Aus: / Sinngedichte
Referenzausgabe:
Wilfried Barner / Klaus Bohnen / Gunter E. Grimm / Helmuth Kiesel / Arno Schilson / Jürgen Stenzel / Conrad Wiedemann: Gotthold Ephraim Lessing. Werke und Briefe, Bd. 2. Deutscher Klassiker Verlag, Frankfurt a. Main: 1998, S. 635.
Bemerkungen
Dieser Text ist das erste der »Sinngedichte«. Und ihm antwortet ein Kritiker, nämlich Christoph Otto Freiherr von Schönaich in seiner »Sammlung von Sinngedichten. In Drey Büchern eingetheilt« im Jahr 1755 mit folgender Parodie: Wer wird nicht einen L-ss-ng loben? / Doch tadeln sollt' ihn jeder? Nein! / Ein Kluger darf auf das nicht toben, / Was nicht verdient gedruckt zu seyn.

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.