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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Klaus Groth

Min Jehann
(Des Dichters Bruder)

Ik wull, wi weern noch kleen, Jehann,
        Do weer de Welt so grot!
Wi seten op den Steen, Jehann,
        Weest noch? bi Nawers Sot.
5                 An Heben seil de stille Maan,
                Wi segen, wa he leep,
                Un snacken, wa de Himmel hoch
                Un wa de Sot wul deep.
Weest noch, wa still dat weer, Jehann?
10         Dar röhr keen Blatt an Bom.
So is dat nu ni mehr, Jehann,
        As höchstens noch in Drom.
                Och ne, wenn do de Scheper sung
                Alleen, int wide Feld:
15                 Ni wahr, Jehann? dat weer en Ton!
                De eenzige op de Welt.
Mitünner inne Schummerntid
        Denn ward mi so to Moth.
Denn löppt mi't langs den Rügg so hitt,
20         As domals bi den Sot.
                Denn dreih ik mi so hasti um,
                As weer ik nich alleen:
                Doch allens, wat ik finn, Jehann,
                Dat is - ik sta un ween.





Entstehungsjahr: 1834-1893
Erscheinungsjahr: 1893
Aus: Quickborn / Teil 1
Referenzausgabe:
Ohne Herausgeber: Klaus Groth's gesammelte Werke, Bd. 1. Verlag von Lipsius & Tischer, Kiel und Leipzig: 1893, S. 2.
Bemerkungen
Gedicht ist in der Referenzausgabe mit Worterklärungen am Seitenende abgedruckt.

Gedicht eingearbeitet von: Klemens Wolber.