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Gedicht in Druckansicht: schwarz/weiß

Clemens Brentano (Maria)

[Hörst du wie die Brunnen rauschen]

Hörst du wie die Brunnen rauschen,
Hörst du wie die Grille zirpt?
Stille, stille, laß uns lauschen,
Selig, wer in Träumen stirbt.
5 Selig, wen die Wolken wiegen,
Wem der Mond ein Schlaflied singt,
O wie selig kann der fliegen,
Dem der Traum den Flügel schwingt,
Daß an blauer Himmelsdecke
10 Sterne er wie Blumen pflückt:
Schlafe, träume, flieg', ich wecke
Bald dich auf und bin beglückt.





Entstehungsjahr: um 1811
Erscheinungsjahr: 1827
Aus: Gedichte 1804-1815
Referenzausgabe:
Wolfgang Frühwald (Bd. 1) / Bernhard Gajek (Bd. 1) / Friedhelm Kemp (Bd. 1): Clemens Brentano. Werke, Bd. 1. Carl Hanser Verlag, München: 1968, S. 252.
Bemerkungen
Aus "Mirtenfräulein", in Mitteilungen aus einer ungedruckten Märchensammlung, Iris 1827,
Gedicht überarbeitet und mit SUZ versehen.

Gedicht eingearbeitet von: Monika Spatz.