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Christian Morgenstern
Die unmögliche Tatsache
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Palmström, etwas schon an Jahren, |
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wird an einer Straßenbeuge |
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und von einem Kraftfahrzeuge |
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überfahren. |
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»Wie war« (spricht er, sich erhebend |
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und entschlossen weiterlebend) |
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»möglich, wie dies Unglück, ja –: |
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daß es überhaupt geschah? |
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Ist die Staatskunst anzuklagen |
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in bezug auf Kraftfahrwagen? |
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Gab die Polizeivorschrift |
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hier dem Fahrer freie Trift? |
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Oder war vielmehr verboten, |
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hier Lebendige zu Toten |
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umzuwandeln, – kurz und schlicht: |
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Durfte hier der Kutscher nicht –?« |
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Eingehüllt in feuchte Tücher, |
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prüft er die Gesetzesbücher |
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und ist alsobald im klaren: |
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Wagen durften dort nicht fahren! |
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Und er kommt zu dem Ergebnis: |
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»Nur ein Traum war das Erlebnis. |
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Weil«, so schließt er messerscharf, |
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»nicht sein kann, was nicht sein darf.« |