'Das Lieben bringt gross Freud' – Verfasser? (Beitrag von Gotthelf, am 01.11.2012)
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Ich habe die schwäbische Volksweise aus dem 19. Jahrhundert mit dem Liedanfang 'Das Lieben bringt gross Freud' in dieser Anthologie nicht gefunden. Bedeutet dies, dass man keinen Textautor gefunden hat? Gibt es davon allenfalls ein Original in schwäbischer Mundart? Ich kenne nur sehr stark abweichende Mundartfassungen aus der Schweiz. Aber auch da ist 'das Mädchen' übrigens immer 'sie' statt 'es'.

Das Lieben bringt gross Freud
das wissen alle Leut.
Weiß mir ein schönes Schätzelein
mit zwei schwarzbraunen Äugelein,
das mir, das mir, das mir mein Herz erfreut.
das mir, das mir, das mir mein Herz erfreut.

Sie hat schwarzbraune Haar
dazu zwei Äuglein klar
Ihr sanfter Blick, ihr Zuckermund
hat mir mein Herz im Leib verwundt
hat mir mein Herz im Leib verwundt

Ein Brieflein schrieb sie mir,
ich sollt treu bleibe ihr.
Drauf schick ich ihr ein Sträußelein,
schön Rosmarin und Nägele,
sie soll, sie soll, sie soll mein eigen sein!
sie soll, sie soll, sie soll mein eigen sein!

Mein eigen soll sie sein
kein´m andre mehr als mein.
So leben wir in Freud und Leid,
bis uns Gott, der Herr, auseinanderscheidt.
Ade, ade, ade, mein Schatz, ade!
Ade, ade, ade, mein Schatz, ade!

http://www.volksliederarchiv.de/text209.html

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Re: 'Das Lieben bringt gross Freud' – Verfasser? (Beitrag von Klemens Bobenhausen, am 16.06.2015)
Für dieses Lied ist kein Verfasser bekannt und es kursiert in den unterschiedlichsten Fassungen: Eine frühe Form mit drei Strophen finden Sie hier, dort wird es als "Schwäbisch" ausgegeben:

https://books.google.de/books?id=LYdFAAAAcAAJ&pg=PA16&dq=%22Das+Lieben+bringt+gross+Freud%22&hl=de&sa=X&ved=0CFIQ6AEwBmoVChMIntWc9-mTxgIVxqlyCh2WjABp#v=onepage&q=%22Das%20Lieben%20bringt%20gross%20Freud%22&f=false

Beste Grüße

Klemens Bobenhausen
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